Argumente für Veränderung
Die Gefahren des Klimawandels sind wissenschaftlich belegt. Noch können schlimme Folgen abgewendet werden, wenn jetzt die Weichen richtig gestellt werden. Bei der Klimakonferenz in Kopenhagen im Dezember 2009 war man sich in dem Ziel einig, den Anstieg der Temperatur auf max. 2° zu begrenzen. Leider hat die Klimakonferenz nicht verbindlich festgelegt, welche Maßnahmen in den einzelnen Ländern ergriffen werden müssen, um dieses Ziel zu erreichen.
In den letzten Jahren haben die Bundesregierungen den Einsatz regenerativer Energie, z.B. Windkraft und Photovoltaik, stark gefördert. Bauliche Maßnahmen, die den Energieverbrauch senken sollen, wurden und werden bezuschusst.
Verbraucher und Verbraucherinnen müssen aber auch bereit sein, diese Subventionen mitzutragen, Öko-Strom zu kaufen und in Dämmung oder Heizungserneuerung zu investieren.
Wir können zumeist wählen, welche Verkehrsmittel wir nutzen.
Die „Aktion Autofasten“ hat schon viele Menschen überzeugt, öffentliche Verkehrsmittel vor zu ziehen oder viele Wege mit dem Fahrrad zurück zu legen. 20.000 km mit einem Mittelklasse-Pkw zurückgelegt, erzeugen 5 Tonnen CO2, die gleiche Strecke mit der Bahn nur 1 t. Weitere Möglichkeiten den CO2-Ausstoß in diesem Bereich zu senken:
- Eine sprit-sparende Fahrweise und die Nutzung eines Autos mit geringem CO2-Ausstoß ist ein erster Schritt.
- Auf Flüge möglichst verzichten. Der Flug von 300 Personen im Großraumflieger nach Indien und zurück ergibt so viel CO2-Ausstoß wie die Heizungen von 300 Familien in einem Winter erzeugen. Ein Flug von Frankfurt nach Teneriffa und zurück, verursacht so viel Klimaschaden wie ein ganzes Jahr Autofahren. Wer fliegen muss, sollte versuchen, die CO2-Menge zu neutralisieren:
www.atmosfair.de.
Auch durch bewussten Konsum können alle zum Klimaschutz beitragen. Mit dem CO2-Rechner können Sie Ihre eigene CO2-Bilanz berechnen und ausloten, an welchen Stellen Sie Ihre Bilanz verbessern können: www.uba.klima-aktiv.de.
Die Länder des Südens haben am wenigsten zum Klimawandel beigetragen und sind jetzt am stärksten von den Auswirkungen betroffen. Deshalb muss ihnen finanzielle Unterstützung gewährt werden, damit sie die Not lindern und Anpassungsmaßnahmen in Angriff nehmen können.
Verantwortlich: Bärbel Schäfer, Referentin, Arbeitsstelle Frieden und Umwelt
