- Schon jetzt haben 1,1 Milliarden Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Der Klimawandel verstärkt dieses Problem durch längere Trockenperioden und Überschwemmungen. Ernteverluste werden zunehmen. Die Auswirkungen des Klimawandels trifft Entwicklungsländer in viel größerem Maße.
Während der kleine Gletscher auf der Zugspitze in jedem Sommer gegen die Sonneneinstrahlung großflächig abgedeckt wird, schmelzen die riesigen Gletscher der bolivianischen Anden in rasantem Tempo. Das hat dramatische Auswirkungen für die Hochlandbewohner: die für Mensch und Land zur Verfügung stehende Wassermenge verringert sich um bis zu 30%. Besonders augenfällig tritt dies am Chacaltaya-Gletscher zutage: der Berg galt bis vor kurzem als das höchstgelegene Skigebiet der Welt; inzwischen ist aufgrund der Gletscherschmelze kein Skibetrieb mehr möglich.
(s. Factsheet Bolivien: http://www.die-klima-allianz.de/wp-content/uploads/2008_klimaallianz_factsheet_bolivien_final.pdf).
- Der Klimawandel könnte bis zu 200 Millionen Menschen aus ihren Ländern vertreiben. Wissenschaftliche Prognosen zeigen, dass eine Erderwärmung über 2° ein Massenaussterben von Tier- und Pflanzenarten mit sich bringen wird.
- Um die Folgen des Klimawandels noch erträglich zu halten, ist der CO2-Ausstoß weltweit drastisch zu reduzieren: in den Industrieländern bis 2020 um 40 % (gemessen an 1990). Der CO2-Ausstoß pro Kopf beträgt in Deutschland zur Zeit ca. 10 t, in Indien ca.1 t. Langfristig steht jedem Menschen ein CO2-Ausstoß von 2 t pro Jahr zu.