Ökumenischer Prozess

"Umkehr zum Leben" - den Wandel gestalten (Große Transformation)

Die Evangelische Kirche der Pfalz ist mit dem Beschluss des Landeskirchenrates vom März 2013 dem Ökumenischen Trägerkreis des ökumenischen Prozesses „Umkehr zum Leben - den Wandel gestalten“ (Große Transformation) beigetreten.

Vielzahl und Gleichzeitigkeit von Umwelt-, Wirtschafts- und Finanzkrisen können nicht mehr getrennt voneinander betrachtet werden. Sie sind Teil eines Gesamtzusammenhangs, der eine tiefgreifende Transformation unserer Lebens- und Wirtschaftsweise erforderlich macht.

Das Kuratorium „Weltweite Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung“ hat sich in zwei Sitzungen ausgiebig mit dem Thema: Ökumenischer Prozess „Umkehr zum Leben - den Wandel gestalten“ (Große Transformation) befasst und der Landeskirche den Beitritt zum Trägerkreis empfohlen.

Seit geraumer Zeit schon befassen sich Kirchen, kirchliche Institutionen, Gewerkschaften und auch der wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung mit der derzeitigen Vielzahl sozialer, ökologischer, ökonomischer und finanzieller Krisen.

Die Gleichzeitigkeit von Klimawandel, Grenzen fossiler Brennstoffe, Klimaflüchtlingen, Nahrungskrise, Wasserkrise, Energiekrise, Biodiversitätskrise und der Finanz- und Wirt-schaftskrise von 2008/2009, die die Schuldenkrise für Personen und Staaten vertiefte, könnte ein Indikator dafür sein, dass das gesamte in Industrieländern vorherrschende System von Produktion, Konsum, Gewinnmaximierung, Armut und Umweltzerstörung in eine tiefe und offene Transformationskrise gerät. Die Gleichzeitigkeit dieser Krisen verlangt unverzügliches Handeln und  eine spirituelle Erneuerung.

Um diesen Herausforderungen zu begegnen, sind umfassende Veränderungen erforderlich. Diese Veränderungen müssen vor Ort, regional, national und weltweit erfolgen.

Deshalb haben Kirchen aus aller Welt im Budapester Aufruf für Klimagerechtigkeit vom Nov. 2010, der  Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung Globale Umweltverände-rungen (WBGU), März 2011, der Initiativkreis „anders wachsen“, der Transformations-kongress von Kirche, Gewerkschaften und Umweltverbänden und die EKD (Beschluss vom Nov. 2012 und Thema der Reformationsdekade 2014) aufgerufen, sich am Prozess gesellschaftlicher Transformation zu beteiligen.

Der eingangs erwähnte ökumenische Trägerkreis nimmt sich dieser Aufgabe an und will über eine Website informieren, Bestandsaufnahmen durchführen, Arbeitshilfen und Materialien bereitstellen, regionale Transformationsworkshops gestalten, fallweise Kirchengemeinden und kirchliche Einrichtungen begleiten, spirituelle Erneuerung anregen um so Transformationsschritte gestalten zu helfen.

Ein breites Bündnis:
Die Träger des ökonomischen Prozesses

  • Arbeitsgemeinschaft Mennonitischer Gemeinden in Deutschland
  • Bischöfliches Hilfswerk Misereor
  • Brot für die Welt - Evangelischer Entwicklungsdienst
  • Bund der Deutschen Katholischen Jugend
  • Caritasverband für die Diözese Limburg e.V.
  • Deutsche Pfadfinderschaft St. Georg
  • Diakonisches Werk Baden
  • Diakonisches Werk Bayern
  • Diakonisches Werk in Hessen und Nassau
  • Evangelische Kirche in Hessen und Nassau
  • Evangelische Akademie Sachsen-Anhalt
  • Evangelische Kirche im Rheinland
  • Evangelische Kirche von Westfalen
  • Evangelische Landeskirche in Baden
  • Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern
  • Evangelische Kirche der Pfalz
  • Evangelisch-methodistische Kirche in Deutschland
  • Evangelische Mission in Solidarität EMS
  • Gossner Haus Mainz - Arbeitswelt und Gerechtigkeit e.V.
  • Initiativkreis des Aufrufes für eine prophetische Kirche
  • Kairos Europa
  • Katholische Akademie Rabanus Maurus
  • Bistum Limburg
  • Katholische Sozialakademie Österreichs
  • Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt
  • Ökumenischer Trägerkreis Armut/Reichtum - Gerechtigkeit
  • Oswald von Nell-Breuning-Institut für Wirtschafts- und Gesellschafts­ethik
  • Plädoyer für eine ökumenische Zukunft
  • Vereinte Evangelische Mission
  • Werkstatt Ökonomie


Erfahren Sie mehr in der Broschüre "Den Wandel Gestalten - Ökumenischer Prozess für eine zukunftsfähige, sozial- und klimagerechte Welt".

Land Grabbing

Neue Landnahme - Der globale Süden im Ausverkauf

Ausländische Investoren haben innerhalb von drei Jahren allein in Afrika 20 Millionen Hektar Ackerland aufgekauft. Während die lokale Bevölkerung an Hunger leidet, produzieren die Investoren Nahrungsmittel und Energiepflanzen für den Export. In Folge des Land Grabbings kommt es immer öfter zu Vertreibungen und Landkonflikten. Leidtragende sind die Menschen, die von diesem Land leben. Auch deutsche Unternehmen sind am Wettlauf um Land in Afrika beteiligt.

Mehr Informationen unter www.inkota.de/landgrabbing