Worum es geht

Welche Menge Natur wird verbraucht, um etwas herzustellen?

Jegliche Produktion enthält Rohstoffe und Tätigkeiten, die dem fertigen Produkt nicht anzusehen sind: Ressourcen, Energien, Kraft der Menschen und Maschinen.

Das bekannteste Beispiel dafür ist das schwarz gefärbte Baumwoll-T-Shirt.
Prof. Friedrich Schmidt-Bleek, der frühere Vizepräsident des Wuppertal-Instituts für Klima, Umwelt, Energie, hat in dem von ihm herausgegebenen Buch „Der ökologische Rucksack“ analysiert, dass dieses T-Shirt im Laufe seines Lebens insgesamt etwa 4.583,70 kg Material „verbraucht“. Die Forscher betrachteten u. a.: Welches Garn wurde eingesetzt? Wie haltbar ist der Stoff? Wie wurde er gefärbt? Wie wurde das Produkt verpackt? Der Transport der Roh- und Halbproduktstoffe mit Schiff, Bahn oder dem Flugzeug macht ungefähr 10% des Energiebedarfs aus.

Ein anderes Beispiel:
Ein Team um Paula Sinivuori, Helsinki, untersuchte, was beim Händetrocknen am umweltschonendsten ist: ein Warmluftgebläse, die Einwegpapierhandtücher oder das Rollhandtuchsystem. Bei der Stoffrolle (sie reicht für 200 mal trocknen) berücksichtigten die Finnen Handtuchrolle, Wäsche und Transport. Die Berechnung des Gebläses bezog sich auf den Strombedarf von 2.110 Watt, wenn er nur 30 Sekunden trocknet. Beim Papierhandtuch wurden Material, Verpackung und Entsorgung beurteilt beim Verbrauch nur eines Handtuches je Trocknung. Am günstigsten schnitt die Stoffrolle ab. Je Trocknung hat sie einen ökologischen Rucksack von 2,7 Gramm. Beim Papier waren es 17 Gramm, das Gebläse lag mit 7,2 Gramm in der Mitte.